Private Krankenversicherung für Polizisten

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Das Wichtigste im Überblick

Sie erfahren hier alles Wissenswerte rund um das Thema Private Krankenversicherung speziell für Polizisten. Wir haben Ihnen die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst, damit Sie sich einen guten Überblick verschaffen können.

Inhalt Versicherung

Polizisten sind in Ihrer Tätigkeit immer wieder gefährlichen Situationen ausgesetzt. Auf diesem Grunde gewährt der Dienstherr nicht bloß Zuschüsse zu den Gesundheitskosten, sondern in vielen Bundesländern sogar eine freie Heilfürsorge. Dieses recht komplexe und unübersichtliche System möchten wir Ihnen auf dieser Seite näher bringen, hilfreiche Informationen mit auf den Weg geben sowie einige Tipps speziell für Polizisten in der Ausbildung. Eine Beratung können unsere Artikel unter anderem aufgrund der vielen Sonderregelungen natürlich nicht ersetzen, daher kommen Sie gerne auf uns zu.

Kurzer Überblick

Polizeibeamte erhalten entweder Heilfürsorge oder Beihilfe.
Alle Polizisten benötigen eine Pflegepflichtversicherung.
Polizisten mit freier Heilfürsorge benötigen in jedem Falle eine Anwartschaftsversicherung.
Polizisten in Ausbildung können u.U. besondere Konditionen erhalten.
Leistungen der Beihilfe und der Restkostenversicherungen variieren je nach Bundesland bzw. Anbieter.

Ist eine Private Krankenversicherung für Polizisten sinnvoll?

Jeder Polizist benötigt eine Absicherung für seine Gesundheit. Hier unterstützt der Staat entweder i.d.R. zu 100 % (Heilfürsorge) oder er beteiligt sich i.d.R. mit 50% (Beihilfe) – dies hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Im Falle der Beihilfe müsse Sie als Polizist 50% der Krankenversicherung selbst übernehmen – auch Restkostenversicherung genannt. Hierfür bietet sich eine private Krankenversicherung (PKV) an. Eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist in der Regel deutlich teurer, da diese das Prinzip der Restkostenabsicherung nicht kennt und der Polizeibeamte daher den vollen GKV-Satz von bis zu 800 Euro vollständig und alleine zu zahlen hätte.

Aber auch Polizisten mit freier Heilfürsorge sollten unbedingt eine sogenannte Anwartschaftsversicherung abschließen. Diese ermöglicht es Ihnen, ohne erneute Gesundheitsprüfung in die Private Krankenversicherung zu wechseln. Dieser Punkt ist essentiell, denn spätestens mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst werden Sie beihilfepflichtig und benötigen den privaten Restkostentarif. Zudem kann es bereits während der Dienstzeit, z.B. durch eine Versetzung dazu kommen, dass Sie beihilfepflichtig werden. Da die freie Heilfürsorge eher den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen angeglichen ist, können Sie diesen Schutz für private Zusatzversicherungen verbessern.

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Beihilfe und Heilfürsorge für Polizisten

Im Rahmen des besonderen Dienst- und Treueverhältnisses zwischen Dienstherrn und Polizeibeamten, übernimmt der jeweilige Dienstherr einen Teil der anfallenden Kosten für die Gesundheitskosten. Dieser Anteil heißt Beihilfe (beträgt i.d.R. 50%) und wird in der Regel auch den meisten anderen Berufsgruppen (wie beispielsweise Lehrern und Professoren) gewährt. Für Polizisten im Vollzugsdienst hingegen gilt häufig die Heilfürsorge (beträgt i.d.R. 100%). Hintergrund ist die gefährlichere Tätigkeit, so dass der Dienstherr die Aufwendungen (mehr oder weniger) komplett übernimmt. Wie bereits erwähnt, sind die Regelungen vielfach unterschiedlich (je Berufsgruppe / je Bund / Land / Stadt / Gemeinde).

Beihilfe

Haftpflichtversicherung für Polizisten - Sachschäden

KURZ ERKLÄRT
Der Dienstherr beteiligt sich mit i.d.R. 50% an den Gesundheitskosten. Für die offenen 50% Restkosten benötigen Sie eine Private Krankenversicherung.

  • Im Rahmen der Beihilfe beteiligt sich Ihr Dienstherr zu einem bestimmten Prozentsatz an Ihren Krankheitskosten.
  • Meist sind dies für den Polizisten im aktiven Dienst 50 %. Polizisten im Ruhestand erhalten in der Regel 70 %.
  • Für die Differenz wird in der Praxis meist eine private Restkostenversicherung abgeschlossen.
  • Familienmitglieder, insbesondere Kinder oder wenig verdienende Ehepartner, haben unter Umständen ebenfalls Anspruch.

Heilfürsorge

Haftpflichtversicherung für Polizisten - Personenschäden

KURZ ERKLÄRT
Der Dienstherr beteiligt sich mit 100% an den Gesundheitskosten. Grund hierfür sind besonders gefährliche berufliche Tätigkeiten, die ausgeübt werden.

  • (Freie) Heilfürsorge ist der (unentgeltliche) Anspruch auf Übernahme der Krankheitskosten.
  • Die Heilfürsorge wird nur im aktiven Dienst gewährt.
  • In einigen Bundesländern wird das Grundgehalt des Polizisten etwas gekürzt, in Schleswig-Holstein um 1,4 Prozent.
  • Sie gilt nur für den Polizisten persönlich – Angehörige haben ggf. Anspruch auf Beihilfe.
Beihilfe und Heilfürsorge für Polizisten in den Bundesländern

WISSENSWERT
Anspruch je Bundesland

Hier erfahren Sie, ob Sie in Ihrem Bundesland Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben (externer Link).


Tipps zur Beihilfe und Heilfürsorge

Die Grundlagen zu Beihilfe und Heilfürsorge sind so komplex, dass eine Beratung nur vom Fachmann erfolgen sollte. Die für jeden Polizisten wichtigsten Punkte haben wir Ihnen hier aufgeführt, damit Ihnen keine besonders schweren Fehler passieren.

Tipps Beihilfe

  • Vergleichen Sie

    Leistungen und Preise dieser Privaten Krankenversicherung sind sehr unterschiedlich. Vergleichen Sie Leistungen und Beiträge der Gesellschaften und schließen Ihren Vertrag ausschließlich bei renommierten und soliden Gesellschaften ab.

  • Anwartschaft

    Eine private Krankenversicherung ist nur gesunden Polizisten vorbehalten. Bereits als Anwärter mit freier Heilfürsorge können Sie sich zu einem sehr günstigen Beitrag (ab 1 Euro mtl.) Ihren Gesundheitszustand “sichern” und eine sogenannte Anwartschaftsversicherung abschließen. Machen Sie dies.

  • Ergänzungsversicherungen

    Schließen Sie eine Beihilfeergänzungsversicherung ab. Diese kommt für Lücken in der Beihilfe auf.

Tipps Heilfürsorge

  • Anwartschaftsversicherung

    Spätestens mit der Versetzung in den Ruhestand, ggf. aber bereits durch Versetzung in ein anderes Bundesland oder eine andere Tätigkeit, entsteht Anspruch auf Beihilfe und Versicherungspflicht zur Krankenversicherung. Daher ist der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung zwingend notwendig!

  • Pflegeversicherung

    Die Heilfürsorge beinhaltet keinerlei Pflegeversicherung. Daher ist der separate Abschluss einer Pflegepflichtversicherung notwendig.

  • Freiwillige Ergänzungen

    Da auch die Heilfürsorge nur eine Grundabsicherung analog der gesetzlichen Kasse bietet, kann der private Abschluss zusätzlicher Bausteine (Reise / Zahn / Kur / Heilpraktiker / Krankenhaus) Sinn machen.

Dennis Missfeldt

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Vor- und Nachteile der Privaten Krankenversicherung für Polizisten

Erhält der Polizeibeamte Beihilfe (i. d. R. 50 Prozent), dann steht er vor der Entscheidung, ob er sich privat oder gesetzlich versichern soll. Zwar gibt es keinen Weg komplett ohne Nachteile, doch in der Praxis entscheiden sich fast alle Polizisten für eine private Krankenversicherung. Denn nur hier kann er einen individuellen Vertrag ausschließlich zur Absicherung der Restkosten abschließen. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist dies nicht möglich.

Vorteile einer PKV

  • Status eines Privatpatienten mit allen Annehmlichkeiten.
  • Günstigerer Beitrag aufgrund individuell für jedes Bundesland berechneter Restkostenabsicherung.
  • Erhöhter Beihilfesatz für Kinder (i.d.R. 80 Prozent) und während der Pension (i.d.R. 70 Prozent).
  • Behandlungen nach dem neuesten wissenschaftlichen Stand und nicht wie oft bei der GKV und der Beihilfe “ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich”.

Nachteile einer PKV

  • Bei der Beantragung sind Gesundheitsfragen zu beantworten. Einige Gesellschaften erheben selbst für einfache Allergien hohe Zuschläge.
  • PKV-Beiträge werden aufgrund der festgeschriebenen Leistungen und allgemeiner Kostensteigerungen sukzessive steigen (durchschnittlich ca. 5 % p.a.).
  • PKV ist nicht gleich PKV. Die Auswahl der richtigen Gesellschaft mit etwas Aufwand verbunden.

WISSENSWERT
Versicherung Anwartschaft

Jeder Polizeibeamter mit freier Heilfürsorge benötigt eine Anwartschaftsversicherung, am besten mit dem Start in die Ausbildung.


Die Leistungen einer guten Privaten Krankenversicherung für Polizisten

Die drei Hauptfaktoren einer privaten Krankenversicherung sind die Leistungen, die Solidität der Gesellschaft (wichtig für die Beitragsstabilität) und der Beitrag. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, genießen Sie bei der Privaten Krankenversicherung in vielen Bereichen bessere Leistungen und können diese meist individuell wählen. Mehr Leistung heißt aber auch mehr Kosten. Daher haben wir im Folgenden einige Leistungen aufgeführt, die nicht nur vorteilhaft, sondern auch besonders wichtig sind.

Freie Arztwahl und Honorare

Sie sollten direkt einen Arzt Ihrer Wahl aufsuchen können. Dabei sollte mindestens bis zu den Höchstsätzen der Gebührenordnung geleistet werden.

Lebensrettende Medikamente

Lebensrettende Medikamente können hohe 5-stellige Beträge kosten. Gehen Sie deshalb keine Kompromisse ein, z.B. dass nur Generika erstattet werden.

Alternative Heilmethoden

Die GKV zahlt nur Behandlungen, die “ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich” sind. Eine PKV sollte alle Behandlungen der “ärztlichen Kunst” erstatten.

Kuren

Insbesondere Polizisten nutzen Kuren überdurchschnittlich häufig. Versichern Sie daher ein angemessenes Kurtagegeld, z.B. 250 Euro.

Hilfsmittel

Lebenserhaltende Hilfsmittel wie Beatmungsgeräte, Heimdialysegeräte etc. und Körperersatzstücke sollten ohne Kompromisse versichert sein.

Auslandsschutz

Zwar zahlt eine PKV auch im Ausland, meist jedoch meist nur zu den dt. Sätzen. Daher ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung für 8-10 Euro p.a. notwendig.

WISSENSWERT
Keine Gesundheitsprüfung

Polizisten mit Anspruch auf Heilfürsorge können innerhalb von 3 Monaten nach Ausbildungsbeginn ein Paket aus Anwartschaft, Ergänzung und Pflegepflicht ohne Gesundheitsprüfung erhalten.

Arztberichte

Die Kosten einer Privaten Krankenversicherung für Polizisten

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung liegen bei Polizeianwärtern bei durchschnittlich 60 – 80 Euro, bei verbeamteten Polizisten zwischen 180 und 300 Euro monatlich. Dabei spielen insbesondere das Eintrittsalter (je jünger, desto günstiger) und der Gesundheitszustand (je gesünder, desto günstiger) eine wichtige Rolle. Außerdem können Sie zwischen verschiedenen Leistungen wählen. Nachfolgend haben wir beispielhaft die Kosten einer Privaten Krankenversicherung mit verschiedenen Leistungen berechnet.

Kosten einer Privaten Krankenversicherung für Polizisten

Beispielhafte PKV-Kostenrechnung: Polizeibeamter 25 Jahre, Nichtraucher, Beiträge inkl. Pflegepflichtversicherung

Wie eine eine private Krankenversicherung langfristig bezahlbar bleibt

Viele Polizeibeamte sorgen sich um die Finanzierung ihrer Beiträge im Alter. Hintergrund sind zahlreiche Berichte von Rentnern, die Probleme haben, ihre Beiträge im Alter weiter zu zahlen. Denn während sich eine GKV nach den tatsächlichen Einnahmen bemisst, sinken die PKV-Beiträge mit Eintritt in die Pension nicht. Zum Glück steuert der Dienstherr hier entgegen, indem er die Beihilfe mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst in der Regel auf 70 Prozent erhöht, so dass der Beitrag deutlich sinkt. Somit ist das Schicksal der Rentner nicht auf Pensionäre übertragbar. Trotzdem werden sich auch die Versicherungsprämien für Polizisten während ihrer Versicherungsdauer regelmäßig erhöhen. Hintergrund sind insbesondere steigende Kosten durch die Inflation (Gehalts- und Preiserhöhungen in der Medizin), den medizinischen Fortschritt (neue Medikamente sind teuer) und die längere Lebenserwartung der Versicherten. Daher kalkulieren Experten ganz allgemein mit steigenden Kosten für das Gesundheitssystem von durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr.

Niemand kann die Entwicklung bei den jeweiligen Krankenversicherern voraussagen, aber durch die Analyse der vorliegenden Informationen kann die Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlicher Beitragssteigerungen minimiert werden. Analysehäuser untersuchen die Bilanzkennzahlen der jeweiligen Gesellschaften und geben Noten für deren Solidität. Diese Note kann ein Indikator sein. Zudem sollte man den gesunden Menschenverstand einbeziehen. Sehr günstige Beiträge bei sehr guten Leistungen kann eine Gesellschaft langfristig nur durch eine sehr strenge Risikoprüfung hinbekommen. Da Polizisten in der Regel über eine sehr gute Gesundheit verfügen, sollten sie sich lieber bei einem eher strengen Versicherer versichern, da der Kundenbestand hier vermeintlich weniger Kosten verursacht. Die günstigen Beiträge im DBV Vision sind unseres Erachtens zumindest in Teilen dadurch erklärbar, dass die Risikoprüfung strenger ist als bei vielen Mitbewerbern und nur Nichtraucher in den Genuß der Normalprämie kommen.

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Pflege– und Anwartschaftsversicherung für Polizisten

Jeder Polizist muss für sich eine eigene Pflegepflichtversicherung abschließen. Dabei spielt es keine Rolle, ob er Heilfürsorge oder Beihilfe erhält. Die Pflegepflichtversicherung schlie0t der Polizist in der Regel dort ab, wo der die Anwartschaft (bei Heilfürsorge) oder die Restkostenversicherung (bei Beihilfe) versichert. Die Beiträge für die Pflegepflichtversicherung unterscheiden sich zwischen den Versicherern dabei im Centbereich, so dass ein Marktvergleich hier nicht notwendig erscheint.

Wichtiger ist die Auswahl der Anwartschaftsversicherung. Diese ist für alle Polizisten zwingend erforderlich, die freie Heilfürsorge beziehen. Denn nur mit einer Anwartschaft darf der Polizist mit beenden der Heilfürsorge ohne Gesundheitsprüfung in eine private Krankenversicherung wechseln. Für Polizeianwärter kann das bereits mit Eintreten in das Beamtenverhältnis passieren, Polizisten im Vollzugsdienst müssen sich spätestens mit Ausscheiden aus dem aktiven Dienst privat krankenversichern.

Die Versicherer bieten dabei zwei Formen der Anwartschaft an. Während die kleine Anwartschaft nur den Verzicht auf eine (erneute) Gesundheitsprüfung versichert und somit ab einem Euro monatlich erhältlich ist, bildet die große Anwartschaft zusätzlich Altersrückstellungen, es ist also ein Sparanteil enthalten, der die späteren Beiträge erheblich abfedern kann.

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Private Krankenversicherung für Polizisten während der Ausbildung

Polizeianwärter erhalten in der Regel freie Heilfürsorge. Lediglich in wenigen Bundesländern (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Berlin in gehobenem und höherem Dienst) gibt es den Anspruch auf Beihilfe. Letztere benötigen daher lediglich eine gute private Krankenversicherung inkl. Pflegeversicherung. Dabei sollten sie beachten, dass die Ausbildungszeit relativ kurz ist. Da sich das Preis-Leistungsverhältnis zwischen Ausbildungs- und Anschlusstarif bei einigen Anbietern stark unterscheidet, sollten sich Polizeianwärter bei der Auswahl Ihres Ausbildungstarifes bereits jetzt an ihrem späteren Wunschtarif orientieren. Ansonsten könnten sie auf Lockangebote hereinfallen und mit der Verbeamtung aus den dann teuer gewordenen Beamtentarif aufgrund einer Vorerkrankung nicht mehr heraus kommen.

Polizisten, die während der Ausbildung freie Heilfürsorge genießen, benötigen in jedem Fall eine Anwartschaftsversicherung und eine Pflegepflichtversicherung. Auch bei der Anwartschaftsversicherung sollte sich der Polizist zumindest eine aktuelle Marktübersicht geben lassen, um das derzeitige Preis-Leistungsverhältnis seines Wunschanbieters zum jetzigen Zeitpunkt zu analysieren. Häufig passiert das nämlich nicht und es wird ohne Prüfung eine günstige Anwartschaftsversicherung abgeschlossen.
Polizeianwärter haben bei einigen spezialisierten Anbietern zudem den großen Vorteil, dass der Abschluss einer Anwartschaft binnen 3 Monaten nach Dienstbeginn ohne Gesundheitsprüfung möglich ist.

Checkliste

KURZ ZUSAMMENGEFASST
Checkliste Versicherung

  • Prüfen Sie, ob Sie beihilfeberechtigt sind oder Anspruch auf freie Heilfürsorge haben.
  • Erhalten Sie freie Heilfürsorge, dann schließen Sie eine Anwartschaft und eine Pflegepflichtversicherung ab und überdenken, ob Sie Zusatzversicherungen wünschen.
  • Erhalten Sie Beihilfe, dann lassen Sie sich verschiedene Vergleiche zu den Restkostentarifen geben und lassen sich unabhängig beraten.
  • Beachten Sie, dass kein provisionsabhängiger Berater alle Versicherer anbieten kann. Die Debeka hat bspw. ihren eigenen Vertrieb.
  • Lassen Sie sich parallel Ihre Arztunterlagen zukommen (Auszüge Arztakte, kassenärztliche Vereinigung), um Fehler beim Ausfüllen zu vermeiden.
  • Füllen Sie den Antrag bei Ihrem Wunschanbieter korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen aus und vergessen nicht, Ihre alte Versicherung (nach Annahme) zu kündigen.

Häufig gestellte Fragen

Viele Informationen zur Privaten Krankenversicherung haben Sie bereits auf dieser Seite bereits erlangt. Im Folgenden haben wir noch einmal die häufigsten Fragen zur Privaten Krankenversicherung speziell für Polizisten aufgeführt und beantwortet.

Kann sich jeder Polizisten privat krankenversichern?
Gibt es für Polizisten eine spezielle Krankenversicherung?
Was ist die Heilfürsorge?
Was ist der Unterschied zwischen Beihilfe und freier Heilfürsorge?
Reicht eine Krankenversicherung über die Heilfürsorge aus?
Wie verhält es sich mit dem Anspruch auf Heilfürsorge nach abgeschlossener Ausbildung zum Polizeibeamten und Übernahme in den Polizeidienst?
Wie kann ich als Polizist die 50 % Restkosten nach meiner Übernahme in den Polizeidienst absichern?
Ist eine große oder eine kleine Anwartschaft sinnvoll?
Gibt es für Polizeianwärter in Hamburg spezielle Angebote ab Ausbildungsbeginn?

Kann sich jeder Polizisten privat krankenversichern?

Nein. Es muss nämlich zwischen Polizeibeamten und angestellten Polizisten im öffentlichen Dienst unterschieden werden. Polizeibeamte können sich dann privat versichern, wenn sie keine freie Heilfürsorge erhalten (Sonderregelungen wie in NIedersachsen beachten).

Angestellte Polizisten können sich nur dann privat krankenversichern, wenn sie oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen. Diese Grenze liegt bei knapp 60.000 Euro, so dass dies in der Praxis leider kaum möglich sein wird.

Gibt es für Polizisten eine spezielle Krankenversicherung?

Nein. Basis der am Markt verfügbaren Tarife sind die auf für andere Beamtengruppen geltenden Restkostentarife. Dabei nehmen die Anbieter Rücksicht auf die aufgrund unterschiedlicher Beihilferegelungen je nach Bundesland variierenden Bedürfnisse der Polizisten.

Allerdings gibt es zusätzliche Bausteine, die insbesondere für Polizisten eine überdurchschnittlich wichtige Rolle spielen können, wie z.B. ein hohes Kurtagegeld oder die privatärztliche Versorgung im Krankenhaus.

Was ist die Heilfürsorge?

Die Heilfürsorge steht insbesondere den Berufsgruppen zu, die eine überdurchschnittlich gefährliche Tätigkeit ausüben, insbesondere Polizisten im Vollzugsdienst, aber auch Feuerwehrleute. Diesen Polizisten bietet der Dienstherr eine nahezu 100-prozentige Kostenübernahme an. Dabei trägt der Dienstherr die vollen Gesundheitskosten des Polizisten, der maximal eine kleine prozentuale Kürzung vom Grundgehalt hinnehmen muss (in Schleswig-Holstein und Hamburg bspw. 1,4 Prozent). Die Qualität der Versorgung entspricht eher dem gesetzlichen Niveau.

Was ist der Unterschied zwischen Beihilfe und freier Heilfürsorge?

Im Rahmen des besonderen Dienst- und Treueverhältnisses zwischen Dienstherrn und Polizeibeamten, übernimmt der jeweilige Dienstherr einen Teil der anfallenden Kosten für die Gesundheitskosten. Dieser Anteil heißt Beihilfe und wird in der Regel auch den meisten anderen Berufsgruppen (wie beispielsweise Lehrern und Professoren) gewährt.

Für Polizisten im Vollzugsdienst hingegen gilt häufig die Heilfürsorge. Hintergrund ist die gefährlichere Tätigkeit, so dass der Dienstherr die Aufwendungen (mehr oder weniger) komplett übernimmt. Wie bereits angesprochen, sind die Regelungen vielfach unterschiedlich (je Berufsgruppe / je Bund/Land/Stadt/Gemeinde) und sollten individuell mit dem Berater besprochen werden.

Reicht eine Krankenversicherung über die Heilfürsorge aus?

Jein. Für die aktuelle Versorgung bietet die Heilfürsorge grundsätzlich einen vollen Schutz. Da dieser aber eher den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen entspricht, können Zusatzbausteine für z.B. Zahnersatz und Kuren vereinbart werden. Was jeder Polizist mit Heilfürsorge definitiv benötigt, ist eine private Pflegepflichtversicherung und eine Anwartschaftsversicherung.

Wie verhält es sich mit dem Anspruch auf Heilfürsorge nach abgeschlossener Ausbildung zum Polizeibeamten und Übernahme in den Polizeidienst?

Je nach nachfolgender Tätigkeit, behält der Polizist seinen Anspruch auf freie Heilfürsorge oder wird beihilfeberechtigt. Da der Polizist allerspätestens mit der Pensionierung den Anspruch auf die freie Heilfürsorge verliert, benötigt er unbedingt (bereits mit Eintritt in die Ausbildung) eine zusätzliche Anwartschaftsversicherung. Diese erhält er bei den führenden Versicherungen binnen einer Frist von drei Monaten nach Ausbildungsbeginn sogar ohne Gesundheitsfragen.

Wie kann ich als Polizist die 50 % Restkosten nach meiner Übernahme in den Polizeidienst absichern?

Dies geschieht über speziell für Beamte konzipierte Angebote der privaten Krankenversicherer. Da die Qualität der Tarife und auch der Versicherer stark variiert, empfiehlt sich ein umfassender Marktvergleich. Idealerweise haben Sie bereits eine Anwartschaftsversicherung bei Ihrem Favoriten abgeschlossen und können diese nun nutzen. Der Vorteil ist, dass keine (erneute) Gesundheitsprüfung erfolgt.

Ist eine große oder eine kleine Anwartschaft sinnvoll?

Grundsätzlich erscheint eine große Anwartschaftsversicherung daher auf den ersten Blick sinnvoll, allerdings sind die Beträge für eine große Anwartschaftsversicherung wenn überhaupt nur zu einem geringen Prozentsatz als Sonderausgaben abzugsfähig (s. Auszug auf BMF-Schreiben vom 19.08.2013 Rz. 89: (verlinken?!)

Mit Beiträgen zugunsten einer so genannten Anwartschaftsversicherung erwirbt der Versicherungsnehmer den Anspruch, zu einem späteren Zeitpunkt eine private Krankenversicherung zu einem ermäßigten Beitrag zu erhalten. Der Versicherungsnehmer wird dabei hinsichtlich seines der Beitragsbemessung zugrunde gelegten Gesundheitszustands und ggf. auch hinsichtlich der Alterungsrückstellung so gestellt, als sei der Krankenversicherungsvertrag bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgeschlossen worden. Übersteigen die Beiträge für eine Anwartschaftsversicherung jährlich nicht einen Betrag i. H. v. 100 €, sind sie aus Billigkeitsgründen insgesamt wie Beiträge zu einer Basiskrankenversicherung zu behandeln. Die den Betrag von 100 € übersteigenden Beiträge für eine Anwartschaftsversicherung sind nur insoweit wie Beiträge zu einer Basiskrankenversicherung zu behandeln, als sie auf die Minderung von Beitragsbestandteilen gerichtet sind, die der Basiskrankenversicherung zuzurechnen sind.. Zudem muss der Polizist bedenken, dass sein “Spartopf fürs Alter” unwiderruflich verloren geht, wenn er seine Versicherung verlässt.

Gibt es für Polizeianwärter in Hamburg spezielle Angebote ab Ausbildungsbeginn?

Ja. Einige Versicherer bieten den Abschluss einer Ergänzungsversicherung und – viel wichtiger – Anwartschaftsversicherung ohne Gesundheitsprüfung an, solange der Abschluss innerhalb von drei Monaten nach Ausbildungsbeginn erfolgt.

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Dennis Missfeldt

Dennis Missfeldt
Diplom Volkswirt und unabhängiger Finanzexperte

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